Justine Lagiewka Karriere- & Unternehmensentwicklung

tobias burkhard schwarz weiss Gross

Zur Person:
Ich bin Tobias Burkhardt. Zur Zeit bin ich Co-Founder und Geschäftsführer der JOBS TO BE GmbH mit Sitz in Berlin und Nürnberg. JOBS TO BE berät mittelständische Unternehmen in den Bereichen Personalmarketing, Recruiting und Unternehmenskultur und betreibt das Employer Branding Portal jobstobe.de. Davor habe ich für große und kleine Marken gearbeitet, gelernt wie Politik funktioniert und immer wieder Startups gegründet – von der nachhaltigen Mode bis hin zur Online-Dating-App. Studiert habe ich Kommunikationswissenschaften in Bremen und Córdoba und 2013 absolvierte ich noch einen berufbegleitenden MBA an der TU München. Ich verfüge über langjährige Erfahrung in der Kommunikationsbranche – von Public Relations über Marktforschung bis hin zur Strategieberatung. Außerdem bin ich nebenbei noch als Studienleiter und Dozent für strategisches Marketing an der BAW Nürnberg tätig. Ich bin der Meinung, dass man seinen Job lieben muss, um gleichzeitig erfolgreich und zufrieden zu sein. Deswegen denke ich gerade intensiv darüber nach, wie man Menschen und Unternehmen aufgrund ihrer Werte und Einstellungen zusammenbringt und nicht (nur) aufgrund von nichtssagenden Stellenprofilen.

Ich bin stolz auf mich, weil …

In erster Linie, weil ich immer wieder den Mut und den Ehrgeiz finde, neue Dinge auszuprobieren und zu lernen. Um wirklich langfristig stolz auf sich selbst zu sein, sollte man sich so wenig wie möglich an monetären oder materiellen Dingen orientieren. Ich will damit nicht sagen, dass dieser Erfolg nicht auch schön sein kann, aber eben nur kurzfristig. Schon am Tag 1 kommt zwangsläufig die Frage, …und was kommt jetzt? Aus eigener Erfahrung weiß ich nur zu gut, dass man so nie wirklich zufrieden wird. Deswegen sollte man lieber stolz auf die Person sein, die man (geworden) ist, also der Vater, der Gründertyp oder der Mensch, der anderen hilft, wenn sie Hilfe brauchen. Das ist letztlich viel erfüllender als punktuelle Erfolge, die im Lauf der Zeit ziemlich schnell verblassen.

Erfolg bedeutet für mich….

Früher wollte ich immer groß, reich und berühmt werden. Und eigentlich will ich das immer noch, aber die Parameter haben sich in den letzten Jahren doch etwas verschoben, weil ich eingesehen habe, dass Erfolg nicht eindimensional ist, sondern sehr viele Facetten hat.
Ein kluger Freund hat mir die Frage, was Erfolg ist, sehr einfach beantwortet: „Wenn du wissen willst, ob du erfolgreich warst, dann blicke ein Jahr zurück und vergleiche dich mit deinem Ich von vor einem Jahr. Wenn Du feststellst, dass du in dieser Zeit besser geworden bist, dann warst du erfolgreich. Wenn aber bei dieser Analyse keine Veränderung sichtbar wird, ist es an der Zeit schleunigst etwas zu verändern.“ Ich weiß, dass sich viele an dem Begriff „besser werden“ stören, dabei geht es gar nicht um eine Verbesserung im wörtlichen Sinne, sondern darum zu beurteilen, ob man sich weiterentwickelt hat oder stehen geblieben ist. Welche Parameter das sind, muss jeder selbst beurteilen. Finanzielle Aspekte sind meistens ein schlechter Indikator für Erfolg. Für mich persönlich ist zum Beispiel sehr wichtig, ob ich etwas dazugelernt habe, sei es durch Bücher, Menschen oder durch Erfahrungen. Wenn ich heute viel mehr weiß als vor einem Jahr, dann war ich schon sehr erfolgreich.

Authentisch Karriere machen bedeutet für mich ….

Ich weiß nicht, ob man authentisch Karriere machen kann. Ich glaube, entweder ist man authentisch oder eben nicht. Authentisch ist man nur dann, wenn man wirklich ehrlich zu sich selbst ist. Nur wenn ich offen mit mir selbst in den Dialog gehe, warum ich gewisse Dinge getan bzw. unterlassen habe, kann ich authentisch sein. Selbstreflektion ist somit der einzige Weg zur Authentizität. Was andere darüber denken mögen, kann einem eigentlich egal sein. Oder zumindest ist es dann nicht mehr so wichtig, wenn ich weiß, warum ich etwas getan habe oder auch nicht.

Besonders wichtig in meinem beruflichen Alltag ist mir …

Dass ich keinen Alltag habe bzw. möglichst wenig davon 😉 Natürlich gibt es in jedem Job, Dinge die man nicht so gerne tut und manchmal ist ein bisschen Routine ja auch gar nicht so schlecht. So gerne ich mich auch immer wieder in neue Abendteuer stürze, so schön sind auch die Ruhepausen zwischendurch. Die Abwechslung zwischen schnell und langsam, zwischen weitweg und homeoffice, zwischen Fremden und Vertrauten, macht einen Job erst spannend. Und, auch wenn es vielleicht nicht sexy klingt, ist eine gewisse materielle Sicherheit (mit zunehmenenden Alter 😉 natürlich auch wichtig, weil man sonst den Kopf nicht frei hat. Allerdings sollte man sich fragen, was man wirklich braucht. Vieles von dem, was man meint, unbedingt haben zu müssen, ist gar nicht notwendig.

Die „klassische“ Karriere-Laufbahn habe ich verlassen, weil….

Ehrlich gesagt, hatte ich noch nie eine klassische Karriere-Laufbahn im engeren Sinne. Unter einer klassischen Laufbahn verstehe ich Menschen, die schon mit 18 genau wussten, was sie werden wollten und dann ihre Ausbildung danach ausgerichtet haben und dann im Beruf von einer Position zur nächsten klettern. Früher habe ich all diese Menschen für ihre Zielstrebigkeit beneidet oder besser dafür, dass sie ihre Leidenschaft früh entdeckt haben und danach leben. Daran ist grundsätzlich auch nichts Verwerfliches. Im Gegenteil, es ist sogar sehr schön, wenn Menschen, das machen können, was sie innerlich ausfüllt. Allerdings kenne ich so viele Menschen, bei denen das nicht so ist. Die zwar nach außen hin erfolgreich sind, aber innerlich sehr unglücklich sind, weil sie einen Job machen, der ihnen nicht gefällt oder sie nicht ausfüllt. So war es bei mir auch und deswegen habe ich einen anderen Weg eingeschlagen, um in Zukunft nur noch Dinge zu tun, die mich innerlich ausfüllen. Ich hoffe sehr, dass ich in dieser Hinsicht nie wieder Kompromisse eingehen muss (auch wenn ich manchmal Angst davor habe, dass ich es doch wieder tun muss 😉

Geholfen hat mir dabei….

Dass ich mir erst einmal selbst beigebracht habe, unternehmerisch zu denken und Verantwortung für meine „Karriere“ zu übernehmen. Das ist in der Regel keine Entscheidung, die man von jetzt auf gleich trifft, sondern eher ein Prozess. Ich hatte bereits zwei Unternehmen mitgegründet bevor ich letztlich gesprungen bin. Eigentlich sollte Unternehmertum ein Schulfach sein, weil in unserem Schulsystem alles gelehrt wird, nur nicht Dinge in Frage zu stellen und aus dieser kritischen Haltung neue Ideen zu entwickeln.

Angst und Mut bedeuten für mich….

die beiden Pole für bewusste Entscheidungen. Ohne Angst und Mut kann man meiner Meinung keine Strategien entwickeln. Die Angst zeigt einem, ganz deutlich, wo die Grenzen zwischen Wichtigem und Unwichtigem liegen. Wenn einem eine bevorstehende Entscheidung keine Angst einjagt, kann die Tragweite dieser Entscheidung nicht besonders groß sein. Mut dagegen, ist die Überwindung dieser Angst. Mut ist letztendlich die Umwandlung der Angst in positive Energie. Es gilt diese Energie für sich zu nutzen. Auch wenn ich sicher viele mutige Entscheidungen in meinem Leben getroffen habe, bin ich doch oft genauso ängstlich wie die meisten anderen auch. Auch ich wünsche mir manchmal, dass ich mutiger wäre. Aber darum geht es nicht. Es geht darum, sich seinen Ängsten zu stellen, und sich mit ihnen auseinanderzusetzen, auch wenn es weh tut. Das ist die Grundlage für bewusste Entscheidungen, ob sie nun nach außen ängstlich oder mutig scheinen mögen.

Meine Stärken sind….

Der Gallup Strength Finder hat mir einmal gesagt, dass ich ein guter Stratege, Ideengeber und Kommunikator bin. Ich denke, da ist etwas dran. Mir fällt es leicht, relevante Zusammenhänge zu erfassen und daraus sehr schnell neue Ideen und Lösungswege zu entwickeln. Es macht mir Spaß mit anderen Menschen zu diskutieren, ihnen etwas beizubringen, aber vor allem freut es mich, wenn ich selbst etwas Neues lernen und mich dadurch verbessern kann.

Mein neuer Weg bedeutet für mich…..

Wir wissen doch alle, dass der Weg das Ziel ist, so abgedroschen das auch sein mag. Und natürlich ist es oft besser auf der Landstraße oder sogar dem Feldweg ein paar Abzweigungen mehr zu nehmen als auf der Autobahn ohne Richtungswechsel durchzubrettern.

Einen tollen Tag starte ich mit …

mit einem Lächeln meiner jüngsten Tochter (was mir unglaublich fehlt, wenn ich unterwegs bin).

Die Zeit vergesse ich, wenn …

Leider viel zu oft. Obwohl ich es mittlerweile besser wissen müsste, versuche ich immer noch Dinge für zwei Tage in einen zu packen. Dass das nur sehr selten gelingt, liegt auf der Hand. Ich hoffe sehr, dass ich das auch noch lerne.

Folgende drei Eigenschaften zeichnen erfolgreiche bzw. zufriedene Menschen aus …

Ich weiß nicht, ob es DIE drei Eigenschaften für Erfolg oder Zufriedenheit gibt. Das kann doch sehr unterschiedlich sein. Alles andere wäre doch auch todlangweilig. Wichtig ist nur, dass man es versucht. Ich finde Ralph Waldo Emerson bringt diese Frage wirklich gut auf den Punkt:

„here is a time in every man’s education when he arrives at the conviction that envy is ignorance; that imitation is suicide; that he must take himself for better, for worse, as his portion; that though the wide universe is full of good, no kernel of nourishing corn can come to him but through his toil bestowed on that plot of ground which is given to him to till. The power which resides in him is new in nature, and none but he knows what that is which he can do, nor does he know until he has tried.“

Anderen „Neue-Wege-Gehern“ rate ich …

Mit so vielen Menschen über seine Ideen zu sprechen wie möglich. Jedes Feedback ist wertvoll, auch und gerade wenn es nicht so ausfällt wie gewünscht. Das Entscheidende ist, das Feedback richtig zu nutzen. Es geht darum, neue Ideen weiterzuentwickeln und sich nicht davon abbringen zu lassen. Wenn ich nur nach Leuten Ausschau halte, die mich loben, werde ich nicht besser. Deswegen sollte ich für jede Kritik dankbar sein, auch wenn sie manchmal sehr weh tun kann. Wenn es viel Widerstand gibt, kann das übrigens auch ein guter Indikator dafür sein, dass man etwas ganz Großem auf der Spur ist. Wenn Innovationen offensichtlich wären, dann wären sie ja schon längst da.

Für entspanntes Netzwerken empfehle ich ….

Ehrlich gesagt mag ich den Begriff Netzwerken nicht. Damit verbinde ich sehr viele langweilige Veranstaltungen in möchte-gern-lockerer Atmosphäre mit noch langweiligeren Menschen, die entweder ihren Mund nicht auf bekommen und einen mit ihren auswendig gelernten Sprüchlein nerven. Ich glaube, dass man überall spannende und inspirierende Menschen treffen kann, wenn man offen dafür ist. Die wichtigsten Tugenden sind jedoch Zuhören und Geben wollen. Wenn ich immer nur über mich selbst rede und dann erwarte, dass andere mir weiterhelfen, werde ich niemals erfolgreich sein. Wenn ich aber bereit bin, zu geben und anderen zu helfen, ohne dafür einen Gegenwert zu verlangen, kann ich belastbare Netzwerke aufbauen.

Als Teenager wollte ich …

gerne Rallye-Fahrer, Schriftsteller oder Architekt werden. Daran hat sich bis heute eigentlich nichts geändert. Wer weiß, was die Zukunft noch so alles bringt. Ich bin gespannt!

Für die Zukunft wünsche ich mir …

Mehr Geduld mit mir selbst, die Gelassenheit, weiter mutig zu sein und das Vertrauen, dass schon alles im Leben gut wird (sonst ist es noch nicht das Ende ;-).

Ich lasse mich inspirieren durch …

andere Menschen. Entweder, indem ich selbst mit ihnen spreche oder wenn das (noch) nicht möglich ist, indem ich ihre Bücher, Blogs, Podcasts oder sonst irgendwas lese. Biographien finde ich auch sehr inspirierend. Momentan lese ich beispielsweise die Biographie von Benjamin Franklin, ein bemerkenswerter Mann. Und wenn es mal nichts zu lesen gibt, setze ich mich einfach irgendwohin und beobachte alles, was um mich herum geschieht (schließlich bin ich ja ausgebildeter Kulturwissenschaftler ☺). Man glaubt gar nicht, wie viele neue Ideen man bekommt, wenn man alltägliche Abläufe oder das Verhalten anderer Menschen beobachtet. Nach jeder Bahnfahrt könnte ich eine Liste von Verbesserungsvorschlägen einreichen.

Die Balance zwischen beruflichen und privaten Leben halte ich durch …

viel Grünen Tee, vegane Ernährung, morgens eine Stunde Yoga, mittags Tai-Chi und abends Meditation. Nein, ich kann ich hier nicht ohne zu flunkern, das Wort Balance in den Mund nehmen. Wenn ich ehrlich bin, dann ist das keine Balance, sondern eher ein ständiger Drahtseilakt. Mein Problem ist sicher, dass mich so viele Dinge interessieren, dass ich wohl immer Schwierigkeiten haben werde, die alle in mein Leben zu packen. Zwar kann ich mir immer wieder vornehmen, fünfmal die Woche Sport zu machen, zehn neue Rezepte auszuprobieren oder ins Theater zu gehen, aber das wird alles nicht funktionieren. Das beginne ich langsam aber sicher zu begreifen. Früher habe ich diese „5-Things-to-Make-Your-Life-more-Productive!“ Aufrufe (vorzugsweise von amerikanischen CEOs) wirklich ernstgenommen und mich gefragt: Warum komme ich nicht mit 4 Stunden Schlaf aus? Warum kann ich nicht, um 5 Uhr 15km Joggen gehen? Warum kann ich nicht abends noch meinen Blog und am Wochenende meinen ersten Roman schreiben? Und ganz nebenbei noch für Schneewittchen und die sieben Zwerge da sein? Heute weiß ich (zumindest in der Theorie ☺), dass das alles bullshit ist und so ein Leben nicht ohne Abstriche möglich ist. Das sind doch nur klug inszenierte PR-Kampagnen und keine authentischen Geschichten. Letztlich kann man die Zeit, die man hat, nur einmal nutzen, also ist alles eine Frage der Priorisierung. Und daran arbeite ich, aber ich habe ehrlicherweise bis heute noch keine wirkliche Patentlösung. Das einzige, was ich wirklich weiß: Meine Familie steht immer an erster Stelle, auch wenn das bedeutet, dass ich in meiner beruflichen Karriere auch Rückschläge hinnehmen muss. Wenn man Kinder hat, sollte man auch für sie da sein, auch wenn das bedeutet, dass man halt nicht so erfolgreich wird, wie die, die ihrer Familie nur am Wochenende mal kurz einen Besuch abstatten.

Mein roter Faden ist….

Genauso wie Steve Jobs glaube ich, dass der rote Faden erst hinter sichtbar wird. In seiner berühmten Standford-Rede spricht Jobs von „connecting the dots“, also dass Dinge erst retrospektiv betrachtet einen Sinn ergeben und sich zu einem stimmigen Gesamtbild verdichten. Wer alles in seinem Leben auf einen bestimmten Punkt ausrichtet, mag zwar als zielstrebig gelten und vielleicht auch sehr erfolgreich werden. Aber was ist, wenn es anders kommt als erwartet? Dann ist die Enttäuschung sehr groß und man bedauert, was links und rechts so alles liegen geblieben ist. Ob man letztendlich ans Schicksal glaubt oder an den Zufall, an den freien Willen oder an die Macht des Unbewussten spielt dabei keine Rolle. Wichtig ist, sich ständig zu reflektieren und dann Entscheidungen zu treffen. Die Punkte werden sich dann schon alleine verbinden.

Meine Erfolge feiere ich, …

leider viel zu selten. Leider vergisst man all zu oft , einmal innezuhalten und das Erreichte zu würdigen. Ich hoffe, ich lerne es noch, meinen Perfektionismus auch mal über Bord zu werfen und auch nur für einen kurzen Moment einfach nur zufrieden zu sein. Handwerker, also Menschen, die im physischen Sinne etwas erschaffen, haben es natürlich leichter, auf das Geleistete Stolz zu sein, weil sie das Produkt Ihrer Arbeit am Ende des Tages in den Händen halten können. Auf eine PowerPoint Folien-Sammlung stolz zu sein, fällt da schon deutlich schwerer. Deswegen ist es gerade für alle Büromenschen wichtig, sich das Geleistete immer wieder zu vergegenwärtigen. Das gelingt am besten durch das Feedback anderer Menschen, egal ob Co-Worker, Kunden oder Experten. Wenn solches Feedback kommt, dann sollte man auf der Stelle „feiern“. Nicht unbedingt immer, mit der „Big Champagne Party“, sondern auch einfach mal mit der verlängerten Mittagspause und dem zweiten Cappuchino.

Meine persönliche Erfolgsformel lautet:

Ehrlich, ich würde sie jedem gerne verraten, wenn ich sie wüsste. Es wäre schön, wenn man es die gäbe. Momentan wird ja versucht, alles auf eine Formel runterzudampfen. Egal ob das „Windhund-Prinzip“, die „Warzenschweinstrategie“ oder die „Fuck-it-Methode“, überall versuchen Menschen einem zu verkaufen, dass ein erfolgreiches Leben auf eine einfache Formel zu bringen ist.
Aber das Leben ist nun mal sehr komplex. Verdammt noch mal, warum schreibt nicht endlich mal jemand ein Buch, in dem steht, wie es wirklich ist. Nämlich richtig anstrengend, und auch beängstigend und vor allem nicht in Ansätzen in eine Formel zu pressen. Ich würde viel lieber mal Folgendes von einem großen CEO lesen: „Ich wusste oft nicht weiter, hab geheult wie ein Schlosshund und hatte wahrscheinlich auch ne ganze Menge Glück bei meinen Entscheidungen“ Das wäre doch viel glaubwürdiger, authentischer und würde auch eine spannendere Geschichte abgeben als dieser gestreamlinete PR-Quatsch. Aber wahrscheinlich würden dann am nächsten Tag die Aktienkurse in den Keller gehen, weil diese Welt halt immer die Fassade braucht und sich die großen Leader wünscht. Und deswegen werden sich die Ratgeberbücher weiterhin prächtig verkaufen. Vielleicht sollte ich auch noch mal eins schreiben, wenn ich morgens um sechs vom Joggen komme. Irgendeinen Tiernahmen für meine Strategie werden sie mir schon noch übrig lassen – vielleicht der Maulwurf 😉 .

 

http://www.jobstobe.de

http://www.meetropoly.com

SIE KENNEN AUCH SPANNENDE PATCHWORK-KARRIEREMENSCHEN? SCHREIBEN SIE MIR: justine@lagiewka.de